Delegation aus Frankreich besucht Elmshorn
Eine Delegation aus dem französischen Tarascon hat vom 24.05.2024 bis zum 27.05.2024 ihre Partnerstadt Elmshorn besucht. Angeführt von Tarascons Bürgermeister Lucien Limousin waren die Franzosen auch bei Oberbürgermeister Volker Hatje zu Gast.
Anreise mit Zwischengeräuschen
Spät nachts kamen die Tarasconer am 24.05.2024 in Deutschland an. Aufgrund eines Gewitters bei der Zwischenlandung waren Bürgermeister Limousin und seine Frau Marie, die Mitglieder des Stadtrates aus Tarascon Morad Bourmel und Valérie Martel-Mourgues sowie Guy Lupérini und Esther Lupérini, die als Dolmetscherin fungierte, aber froh, überhaupt ihr Reiseziel gesund und munter erreicht zu haben.
Abstecher in das "Tor zur Welt"
Freitagmorgen begrüßte Oberbürgermeister Volker Hatje seine Gäste. Nach herzlichen Worten und den „la bise“, den französischen Wangenküssen zur Begrüßung, hatte die Delegation Gelegenheit, mit den städtischen Mitarbeitenden Caroline Schultz und Dustin Tobuschat Hamburg zu besichtigen und einen Einblick in die norddeutsche Kultur zu erhalten.
Bei diesem Besuch der Hansestadt machte die Gruppe unter anderem Station in der Elbphilharmonie und der Hauptkirche St. Michaeli. Kulinarisch konnte der Besuch aus Tarascon in Hamburg verschiedene Fischgerichte kennenlernen und sogar Labskaus wurde präsentiert, aber eher skeptisch betrachtet.
Weinfest in Elmshorn
Am Freitagabend wurde das Weinfest in Elmshorn besucht. Bürgervorsteher Andreas Hahn sowie weitere Mitarbeitende der Stadtverwaltung, welche ihrerseits bereits bei Besuchen in Tarascon dabei waren, konnten sich über die Eindrücke der Delegation austauschen.
Es wurden neue Bekanntschaften geschmiedet, und auch die neue Elmshorner Weinkönigen Jenny Preuß konnte die Delegation begrüßen. Freunde der deutsch-französischen Verschwisterung waren bereits informiert und kamen auf ein Gläschen Wein vorbei.
Einblicke in den Stadtumbau
Nach einer etwas längeren Nacht unter Freunden wurde am nächsten Tag die Stadt Elmshorn besichtigt. Hierbei stand der geplante Stadtumbau im Fokus. Der Delegation wurde von Katharina Jantzen, Mitarbeiterin im Amt für Projektentwicklung, erklärt, wie der aktuelle Stand ist und welche Pläne verfolgt werden.
Bei einem Zwischenstopp erhielten die französischen Gäste auch einen Einblick ins Haus der Technik, in dem ein Bild davon vermittelt werden konnte, wie das zukünftige Rathaus aussehen soll. Die Franzosen lobten die „moderne und zukunftsorientierten Ideen“ bei der Planung.
Atelier-Besuch bei einem Freund
Auf dem weiteren Programm stand die Besichtigung der Köllnflocken-Werke sowie ein Besuch im Atelier von Anders Petersen. Petersen, Elmshorns erster Kulturpreisträger, begleitete jahrzehntelang die Städtepartnerschaft mit Tarascon an der Seite von Peter Jepsen, ehemaliger Städtepartnerschaftsbeauftragter der Stadt Elmshorn.
Im Atelier erlebten die Franzosen eine norddeutsche Kaffeestunde mit liebevoll gebackenen Kuchen. Zeitgleich war es ihnen möglich, mit dem ortsansässigen Künstler bei strahlenden Wetter zu sprechen und seine Kunst zu erleben.
Grillabend
Beim abschließenden Grillen am Abend empfingen Mitglieder des Hauptausschusses, Bürgervorsteher Andreas Hahn, Vertretungen der Stadtverwaltung und Oberbürgermeister Volker Hatje die Gäste.
Norddeutschland entdecken
Bei einem großen Ausflug am Sonntag lernte die Delegation aus Tarascon die topographischen Unterschiede zwischen Südfrankreich und Norddeutschland kennen - statt hügeliger Landschaften stellten sie erstaunt fest, wie viel ebene Fläche es in Schleswig-Holstein gibt.
Immerhin blieb ihnen „Schietwetter“ erspart – auch wenn sich die Franzosen dafür extra gerüstet hatten. Das ungewöhnlich warme Wetter an dem Wochenende vermittelte den Franzosen eher ein klein wenig Heimatgefühl.
Abschluss an der Elbemündung
Beim abschließenden Essen mit Oberbürgermeister Hatje und Bürgervorsteher Hahn in einem Landgasthof an der Elbemündung betonte Volker Hatje, wie sehr es ihn freue, dass die Partnerschaft zwischen Tarascon und Elmshorn bereits so lange halte. Er freue sich auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr.
Partnerschaft für die Zukunft
Limousin und Hatje waren sich einig, dass „diese Partnerschaft schon weit mehr geworden ist als nur eine Zusammenarbeit – es ist bereits wie ein Wiedersehen einer deutsch-französischen Familie“. Lucien Limousin barchte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass dieser Austausch auch weit über ihre Amtsperioden hinaus anhalten wird.