Deutsche Frauenwelten auf zwei Seiten des Eisernen Vorhangs

Zwei unterschiedliche politische Systeme prägten die Gesellschaft in Ost- und Westdeutschland bis zur Wiedervereinigung 1990. Dass dabei die Welt der Frauen auf beiden Seiten der Mauer unterschiedliche Entwicklungen hervorbrachte, zeigt Kulturwissenschaftlerin Clara Marz in der Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“, die Elmshorns Gleichstellungsbeauftragte Heidi Basting gemeinsam mit dem Industriemuseum noch bis zum 26. September im Rathaus präsentiert. „Die Ausstellung ist ein echtes Erlebnis und bietet bei jedem Gang neue Einblicke“, sagte Heidi Basting bei der Eröffnung der Ausstellung am Dienstag, 9. September.

Erfahrungen von Frauen zeigen

Auf 20 Plakaten können Besucher*innen eine beeindruckende Bandbreite an Frauenleben in der DDR und der westdeutschen Bundesrepublik der 1970er und 1980er Jahre entdecken. Dabei hat sich die Ausstellung zum Ziel gesetzt, vielfältige Erfahrungen von Frauen zu zeigen und auch bis heute wirksame Klischees über Ost- und Westfrauen kritisch zu hinterfragen.

Lebenswirklichkeiten

„Wir wollen keine Stereotypen fördern, sondern verschiedene Lebenswege und auch Gemeinsamkeiten aufzeigen“, so Heidi Basting – selbst Zeitzeugin des betrachteten Zeitraums. Auf den Plakaten geht es um Lebenswirklichkeiten in Familie, Beruf oder auch um Systemloyalität.

Entdeckungstour

Neben Texten, Fotografien und Infografiken bieten QR-Codes zusätzlich die Möglichkeit zu Video-Interviews, beispielsweise mit Expertinnen wie Dr. Anna Kaminsky, Direktorin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur – Herausgeberin der „Frauen im geteilten Deutschland“.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung im Foyer des Elmshorner Rathauses ist frei zugänglich zu den Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 8.30 bis 12 Uhr / Donnerstag zusätzlich: 14 bis 18 Uhr

12.09.2025