Kaltenweide 76
Die repräsentative Villa wurde um 1907 für den Mühlenbesitzer Heinrich Piening erbaut. Zu sehen ist ein zweigeschossiger Putzbau mit Mauerwerksverzierungen auf einem hohen Sockelgeschoss aus Mauerwerk unter einem Walmdach. Der Quergiebel des Daches weist Holzelemente als Verzierung auf. Das Haus ist gestalterisch dem Heimatstil zuzuordnen, dagegen weist die Ecksäule am Eingang Elemente des Historismus auf. Die Fensterteilung ist unverändert.
Innengestaltung
Im Innenbereich findet man Jugendstilfliesen im Eingangsflur, die Gestaltung des Treppenhauses und die Stuckdecke sind hervorzuheben. Insgesamt ist eine qualitätvolle ornamentale Gestaltung festzustellen.
Nutzung
Bereits in den 1940er Jahren ist eine gewerbliche Nutzung dokumentiert, das Gebäude gehörte dem Oberfinanzpräsidium Kiel. Ab 1949 befand sich in diesem Haus die Mädchenabteilung der gegenüberliegenden Landwirtschaftsschule (siehe Baudenkmal Kaltenweide 83), ab 1957 war hier für viele Jahrzehnte das städtische Eichamt untergebracht. Aktuell wird es privatwirtschaftlich genutzt. Das Gebäude ist wegen seiner geschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung in der Denkmalliste eingetragen.