Klostersande 21
Im Januar 1764 kaufte der Ewerschiffer Peter Wehrmann das Grundstück Klostersande 21 von dem Bauern Claus Maas. Hier ließ er ein Wohnhaus mit zwei Wohneinheiten und einem Krämerladen errichten. Das Haus lag in dem kleinen Dorf Klostersande, das dem Kloster Uetersen unterstellt war. Von hier aus konnte der Schiffer den Elmshorner Hafen gut erreichen. Der Elmshorner Hafen galt als attraktiver Handels- und Umschlagplatz für allerlei Waren.
Bauart
Das Haus wurde als Fachhallenhaus erbaut, ähnlich den Hofgebäuden in der Marsch, jedoch wesentlich kleiner in seinen Dimensionen. Die Konstruktion des Hauses bestand aus den Hochständern und den darüber liegenden Deckenbalken, die die hohe Durchgangsdiele bildeten. Seitlich der Hochständer waren niedrigere Decken eingezogen, hier lagen die Stuben und Küchen. Die Außenwände bestanden aus Fachwerk mit Ziegelausmauerungen. Das Fachwerk im Erdgeschoss wurde später durch massive Ziegelmauern, der letzte Teil des erdgeschossigen Fachwerks wurde um 1890, ersetzt. Das Fachwerk des Straßengiebels mit der Giebelverbrettung ist noch erhalten. Bei der Erneuerung der Fassade wurde Anfang des 19. Jahrhundert das Ladenfenster mit seiner geschweiften Bekrönung und der Palmetten- Verzierung eingebaut. Die Haustür mit dem Oberlicht und den seitlichen Rahmenständern stammt noch aus der Erbauungszeit.
Hausdach
Im Unterschied zu den Marschhöfen, die normalerweise mit Reet gedeckt waren, besaß das Haus Klostersande 21 immer ein Ziegeldach, denn in dem schon 1764 relativ dicht bebauten Dorf Klostersande gab es eine Brandschutzsatzung, die eine harte Bedachung vorschrieb.
Weitere Informationen
Weiterhin untersagte sie das offene Herumtragen von Glut und forderte das Tabakpfeifen einen Deckel haben müssen. Das Haus befindet sich noch immer im Besitz der Familie Wehrmann. Das Fachhallenhaus wurde wegen seiner geschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung in der Denkmalliste eingetragen.