Zum Krückaupark (Bademeisterhaus im Freibad)
Vor dem Bau des Freibades badete die Elmshorner Jugend in der „Badeanstalt“ im Oberlauf der Krückau oder man fuhr mit dem Fahrrad nach Kollmar. Hier lockte die Elbe mit ihrem Sandstrand zum Spielen, Planschen und Schwimmen.
Am 04.07.1954 wurde das Elmshorner Freibad eröffnet. Es wurde auf einer Insel zwischen dem Oberlauf der Krückau und der Schlangenau erbaut. Auf dem knapp 5 Hektar großen Gelände waren das 50 m lange Schwimmbecken mit Technik- und Bademeisterhaus, das Halb- und Nichtschwimmerbecken und das runde Planschbecken untergebracht. Weiterhin gab es weitläufige Grünflächen, die als Liegewiesen und Sportflächen genutzt werden konnten. Im Süden lag der runde Pavillon mit Café und Kiosk. Der Eingang des Freibades befand sich ursprünglich im Westen und wurde über den Mühlendamm erschlossen. Beidseitig des Einganges mit den Kassenhäuschen und den stählernen Drehgittern lagen die im Halbkreis erbauten Umkleidegebäude, nördlich davon stand das Wohnhaus des Bademeisters auf einer Anhöhe.
Veränderungen und Besonderheiten
Das Wohnhaus, die Eingangsanlage und ein großer Teil der Umkleiden sind in den letzten Jahrzehnten abgerissen worden. Das gesamte Freibad-Ensemble wurde mit den typischen Stilelementen der 50er Jahre gestaltet. Architektonisch sticht besonders das Technik- und Bademeisterhaus am 50 m- Becken hervor. Es ist vom Landesamt für Denkmalschutz als Kulturdenkmal in die Liste schützenswerter Kulturgüter aufgenommen worden. Dem Betonbau mit dem weitauskragenden Dach, das wie eine Schirmmütze vor Sonne schützt, kommt „wegen der kühnen Gestaltung eine besondere Bedeutung zu“, schrieb das Landesamt bei der Eintragung in die Denkmalliste.