Westerstraße 93-99

Das Reit- und Fahrschule wurde 1894-96 für den Verband der Pferdezüchter in den holsteinischen Elbmarschen errichtet. Die Zucht von Zug- und Reitpferden hat eine lange Tradition in Schleswig-Holstein. Als Mitte des 19. Jahrhunderts der Anteil der in Holstein gezogenen Hengste immer weiter zurückging, gründeten sich eine Reihe von lokalen Züchtervereinen, die 1891 im oben genannten Verband zusammengeführt wurden. Der Verband der Pferdezüchter in den holsteinischen Elbmarschen entschloss sich 1891 für die Errichtung einer Reit- und Fahrschule in Elmshorn.

Unterstützung durch die Kommune

Die Stadt stellte eine angekaufte Fläche an der Chaussee nach Uetersen zur Verfügung und sicherte dem Verband darüber hinaus eine finanzielle Beihilfe zu. Bereits 1895 waren die Stallungen fertig und erste Rennen konnten auf der nahegelegenen Trabrennbahn stattfinden. Zuchterfolge stellten sich schnell ein und in den ersten sechs Jahren konnten bereits 1.358 Pferde, vor allem nach Amerika, verkauft werden, nachdem Sie vorher den Käufern in der Reit- und Fahrschule präsentiert wurden. Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges liegt der Schwerpunkt auf der Züchtung von Spring- und Turnierpferden, die viele internationale Erfolge erringen konnten. Das Gebäude der Reit- und Fahrschule wurde einschließlich des Hauptgebäudes, der Stallungen und der Reithalle in der Denkmalliste eingetragen.

Autor: Wolfgang Weller