Tosender Applaus für die Liedertafel Elmshorn am Gedenktag 8. Mai

Rund 140 Gäste honorierten die Beiträge der Mitwirkenden am Gedenktag 8. Mai auf Kaltenweide 83 mit langem Beifall und stehenden Ovationen.

Der Erste Stadtrat Michael Leeske begrüßte die Anwesenden zur Gedenkveranstaltung am 81. Jahrestag des 8. Mai 1945, auch bekannt als Tag der Befreiung, im Anbau der „Gelben Villa“ in den Räumen der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Elmshorn.

Würdigung der Liedertafel

Michael Leeske würdigte das Engagement der Mitglieder der Liedertafel Elmshorn e.V. dafür, die eigene Vereinsgeschichte in ihren dunkelsten Kapiteln aufzuarbeiten und sich damit einer großen Verantwortung zu stellen. Man verbinde dadurch das Vergangene mit dem Gegenwärtigen, um daraus für das Kommende zu lernen. Anschließend übergab er dem Vorsitzenden der Liedertafel, Anton Schlenger-Evers, die Bühne.

Vorträge und Lieder

Anton Schlenger-Evers stellte das Programm mit Vorträgen aus Protokollen, Zeitungsartikeln und anderen Schriften durch den Projektchor im Wechsel zu Liedbeiträgen vor. Im Verlauf des Abends folgten darauf die Lieder „Die Gedanken sind frei“, „Bella Ciao“, „Donna Donna“, „Wiegala“, „Die Moorsoldaten“, „Die Selbstbefreiung von Elmshorn“, das exklusiv von Frank Ramson und Matthias Wichmann für diesen Anlass komponiert wurde, und „Von guten Mächten“. Die Begleitung am Akkordeon übernahm Mihail Cunetchi. Die Leiterin des Projektchors, Johanna Stuck, spielte bei einigen Titeln auch die Gitarre und die Violine.

Besonderer Höhepunkt

Ein besonderer Höhepunkt in der Reihe der Vorträge war ein Beitrag des Doktoranden Vincenz von Roda von der Universität Halle-Wittenberg. Von Roda hatte nach geschichtlichen Bezügen der Liedertafel Elmshorn in Zusammenhang mit Terminen und Programmen des Deutschen Sängerbundes während der NS-Zeit geforscht und stellte den Anwesenden diese und weitere Ergebnisse seiner Aufarbeitungen vor.

Ovationen

Die Veranstaltung endete mit dem Lied „Von guten Mächten“, wobei der Liedtext für das Publikum an die Wände projiziert wurde und die Gäste den Projektchor mit leidenschaftlichen Intonationen unterstützten. Auf den Ausklang der letzten Noten folgten lange anhaltende Ovationen für die Mitwirkenden.

Lob des Oberbürgermeisters

Oberbürgermeister Erik Sachse lobte die Inszenierung und ihren Hintergrund. „Eine bemerkenswerte Veranstaltung sowie ein besonderer Weg zum Gedenken und zur Aufarbeitung der eigenen Chorgeschichte während der NS-Zeit.“

Bürgervorsteher gratuliert

Bürgervorsteher Andreas Hahn gratulierte den Mitgliedern der Liedertafel um Chorleiterin Johanna Stuck zu der außerordentlich gelungenen Veranstaltung und verabschiedete die Gäste in den sommerlich anmutenden Frühlingsabend.

16.05.2026