Kardiologen klären über Vorhofflimmern auf

Dienstag, 10. November 2026, um 18.30 Uhr zur kostenlosen Informationsveranstaltung „Herz aus dem Takt – Vorhofflimmern erkennen und behandeln“ in der Aula der Volkshochschule ein. Als Experten vor Ort sind der Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Zentrum für Innere Medizin der Regio Kliniken GmbH, Dr. Ulf K. Radunski und Dr. Jens Freudenthal von der Kardiologischen Praxis Elmshorn. Sie beantworten auch individuelle Fragen. 

„Vorhofflimmern ist einer der großen Blockbuster der Herzerkrankungen“, erklärt Freudenthal. Dabei gerät der Puls aus dem Takt, sodass das Herz unregelmäßig schlägt. „Für den Patienten kann das sehr unangenehm sein“, so Freudenthal. Das Empfinden ist sehr unterschiedlich: Manche haben stundenlang Todesangst, Luftnot, Druck auf der Brust, schwitzen, sind unruhig, leiden unter Schwindel oder Kreislaufschwäche, andere merken gar nichts. 

Folgeerkrankungen drohen

Die gute Nachricht für die bis zu zwei Millionen Betroffenen in Deutschland: „Vorhofflimmern ist keine tödliche Erkrankung und kann gut behandelt werden“, erklärt Freudenthal. Meist reichen Medikamente. Allerdings, ergänzt Radunski, „geht die Diagnose langfristig schon mit einem erhöhten Risiko für Herzschwäche oder Demenz einher“. Auch können Blutgerinnsel im Vorhof des Herzens entstehen, die weggeschwemmt werden und dann häufig im Gehirn landen. Die Folge: Schlaganfall. Rund 30 Prozent der Schlaganfälle entstehen auf diese Weise. 

Individuelle Ursachen und Behandlung

Ursache für Vorhofflimmern ist in der Regel Bluthochdruck, aber auch Faktoren wie Übergewicht, Diabetes, nächtliche Atemaussetzer oder eine Schilddrüsenstörung  kommen als Auslöser in Frage. Die Therapie ist auch deswegen sehr individuell, reicht von gerinnungshemmenden Medikamenten bis zum operativen Eingriff. 

Fitness-Uhren helfen - im Alter

Das Risiko für Vorhofflimmern steigt mit dem Alter, erklären Radunski und Freudenthal. Betroffen sind doppelt so viele Männer wie Frauen. Bei der Diagnose kann auch eine Smartwatch helfen, die den Herzschlag misst und aufzeichnet. Die empfehlen die Ärzte zu diesem Zweck aber erst ab 65 Jahren. „Je älter, desto sinnvoller“, betont Radunski. 

Anmeldung

Interessenten für den Abend am 10. November wird aufgrund der erwarteten hohen Nachfrage eine Anmeldung bei der Volkshochschule empfohlen: