Starkregen und Blitzeinschlag: Die Bilanz

Autor/in: Kreisfeuerwehrverband Pinneberg

Erst ein brennendes Wohnhaus in der Hebbelstraße 18, dann mehr als 130 Starkregen-Einsätze: Eine über der Stadt festsitzende Gewitterzelle hat die Freiwillige Feuerwehr Elmshorn am Montag, 13. Juli 2026, bis in die Nacht hinein extrem gefordert. Unterstützt wurde sie von den Freiwilligen Feuerwehren Klein Nordende, Pinneberg und Kölln-Reisiek, den Bereitschaftszügen Süd und Nord, der Technischen Einsatzleitung sowie dem THW aus Elmshorn, Pinneberg und Barmstedt, der Stadtentwässerung Elmshorn, dem DRK, der Polizei und dem Rettungsdienst. In der Spitze waren mehr als 220 Kräfte im Einsatz.

Der erste Alarm ging um 18.44 Uhr aus der Hebbelstraße ein: Der Dachstuhl eines Wohnhauses brannte, ausgelöst vermutlich durch Blitzeinschlag. Beim Eintreffen der ersten Kräfte entwickelte sich aus der schwarzen Rauchentwicklung im Firstbereich ein offener Flammenschlag. Erschwert wurden die Löscharbeiten durch einsetzenden Starkregen und die Gewitterzelle: Blitzschlaggefahr verhinderte den Einsatz der beiden bereitstehenden Drehleitern.

Löscharbeiten unter schwerem Atemschutz

Mittels Innenangriff unter schweren Atemschutz konnte das Feuer im Dachgeschoss gelöscht werden. Parallel wurde das Einfamilienhaus zweimal auf die im Gebäude vermutete Bewohnerin abgesucht. Eine Person wurde nicht angetroffen.

Vollalarm nach Starkregen

Noch während des laufenden Einsatzes kamen Paralleleinsätze fast ausschließlich durch Starkregen verursacht hinzu. Für die Feuerwehr Elmshorn wurde Vollalarm ausgelöst. Auch die Nachbarfeuerwehr Klein Nordende sowie ein Löschzug der Feuerwehr Pinneberg wurden alarmiert.

Straßen, Keller und Tiefgaragen betroffen

Innerhalb kürzester Zeit waren Straßen überflutet, Keller und Tiefgaragen unter Wasser sowie die Bahnunterführungen „Badewanne“ (Hamburger Straße), Wasserstraße, Geschwister-Scholl-Straße und Bauerwerg vollgelaufen. Drei weitere Bandeinsätze wurden ebenfalls gemeldet. 

Nachalarmierungen nötig

Zu diesem Zeitpunkt waren bereits alle alarmierten Einsatzkräfte gebunden. Weitere eigene und externe Kräfte aus Kölln-Reisiek, die Bereitschaftszüge Süd und Nord, die Technische Einsatzleitung, das THW aus Elmshorn, Pinneberg und Barmstedt, die Stadtentwässerung sowie der Kreisbrandmeister und sein Stellvertreter wurden nachalarmiert. Das Deutsche Rote Kreuz baute die Verpflegungsstation für die Einsatzkräfte auf dem Parkplatz des Edeka-Marktes am Wedenkamp auf.

Lage entspannt sich

Die Wetterlage entspannte sich im Laufe des späten Abends. Neuer Regen wurde nicht mehr angekündigt. Das tidebedingt ablaufende Wasser in der Krückau begünstigte den Ablauf des Regenwassers. 

Erster Stadtrat vor Ort

Der Erste Stadtrat von Elmshorn Michael Leeske vertrat den im Urlaub befindlichen Oberbürgermeister Erik Sachse. Er machte sich persönlich ein Bild von den Einsätzen in der Stadt. Er wurde unterstützt von Dörte Engelbrecht aus dem Ordnungsamt. Die Stadtentwässerung, vertreten durch Thomas Beiersdorf, unterstützte die Einsatzleitung. Ebenfalls waren Kreiswehrführer Stefan Mohr sowie sein Stellvertreter Christian Grundorf vor Ort, um die Einsatzleitung zu beraten.