Haustafel im Gewerbegebiet »Grauer Esel« eingeweiht

Warum heißt das Gewerbegebiet Grauer Esel so? Die Antwort darauf liefert die neueste Haustafel, die seit Mittwoch, 9. September 2026, am Gebäudekomplex Kurt-Wagener-Straße 2-4 hängt. Sie berichtet von der heute nicht mehr existierenden Gaststätte „Grauer Esel“, die hier Anfang des 19. Jahrhunderts stand und auf die der Name des gesamten Gebietes zurückzuführen ist.

Eingeweiht wurde die Tafel durch Bürgervorsteher Andreas Hahn, Arne Parchent von der Eigentümer-Firma Semmelhaack, den Ersten Stadtrat Michael Leeske, die Leiterin des Amts für Kultur und Weiterbildung, Caroline Schultz, den Leiter des Stadtarchivs, Oliver Gülck, Jan Berning vom Ausschuss für Kultur und Weiterbildung sowie Dieter Mangels, an dessen Gebäude in der Mühlenstraße die letzte Haustafel angebracht worden war.

Letztes Haus vor der Ortsgrenze

Bürgervorsteher Hahn: „Die große Besonderheit an diesem Gebäude ist, dass es gar nicht mehr steht.“ Es handelte sich um eine Reetdachkate, das letzte Haus vor der Ortsgrenze. „Dieser Standort hat für viele eine Bedeutung gehabt. Es gab hier einen großen Parkplatz, da hat man sich getroffen, wenn man mit seiner Sportmannschaft oder mit anderen nach Hamburg gefahren ist. Vorher und hinterher konnte man hier bürgerlich essen“, so Hahn.

Historischer Ochsenweg

Arne Parchent von der Firma Semmelhaack blickt noch weiter zurück: „Das war ein Teil des historischen Ochsenweges Richtung Hamburg, an dem Kaufleute etc. Rast gemacht haben. An diesem Standort sieht man sehr gut, dass Leben Veränderung heißt.“ Mit dem Kino und den umliegenden Geschäften und Restaurants setze sich aber der rote Vergnügungs-Faden von den historischen Zeiten der Gaststätte bis heute fort, so Parchent.

Häuser erzählen Geschichten

Seine Firma hatte die Haustafel im Zuge des Projekts „Häuser erzählen Geschichten“ beim Amt für Kultur und Weiterbildung beantragt. Für die Eigentümer*innen des jeweiligen Hauses sind die Tafeln kostenlos. Sie müssen lediglich beim Amt für Kultur und Weiterbildung beantragt werden. Gewürdigt werden sollen so Elmshorner Gebäude, die nicht unter Denkmalschutz stehen, aber dennoch geschichtsträchtig sind. „Ich gehe davon aus, dass noch viel mehr Elmshorner aus ihrem Teil der Stadt etwas erzählen und beitragen können, sodass diese Schilder auch an anderen Stellen auftauchen“, sagt Hahn.

Infos zum Projekt

Mehr zum Haustafel-Projekt und wie der Antrag klappt unter:

Baukultur Elmshorn